Esaf-Siegermuni Kolin ist tot

Weil er plötzlich aggressiv wurde

Der Siegermuni Kolin ist tot. Er war das Maskottchen schlechthin vom Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2019 in Zug. Weil der Stier aggressiv wurde, übergab ihn sein Betreuer dem Metzger.

Den Besuch beim Metzger musste der Betreuer von Kolin, Mändel Nussbaumer, mit Tränen wegstecken. Weil das Tier aggressive Züge zeigte, musste Nussbaumer reagieren. Kolin griff ihn im Stall an, nur im letzten Moment konnte sich Nussbaumer mit einem Seitensprung retten. Für ihn war klar, Kolin musste den Hof verlassen, schreibt die Luzerner Zeitung. 

«Es leben Kinder auf dem Hof. Ich musste handeln, bevor etwas passierte. Das ist eine Frage des gesunden Menschenverstands», sagt Nussbaumer. Auch für den Kantonstierarzt Rainer Nussbaumer ist die Entscheidung nachvollziehbar, das Tier dem Metzger zu übergeben.  «Wesensveränderungen kommen bei Stieren dieses Alters vor und sind sehr gefährlich.» Kolin habe eine vorbildliche Haltung genossen. Er habe täglich genug Auslauf bekommen, sei gehegt und gepflegt worden.

Am Zuger Stierenmarkt offiziell getauft

Kolin war der Muni, den der neue Eidgenössische Schwingerkönig 2019 in Zug durch die Arena führte. Der Stier trug den des Zuger Helden Peter Kolin. Dieser rettete 1422 in der Schlacht von Arbedo die Zuger Landesfahne. 

Esaf-Siegermuni «Kolin» ist tot.