Zug United ist erstmals Unihockey-Cupsieger

Die Zuger schlagen im Final Malans 6:5 nach Verlängerung

Es ist der erste Titel in der Vereinsgeschichte für das Männer-Team von Zug.

Zug United ist erstmals in der Vereinsgeschichte Unihockey-Cupsieger. Die Zentralschweizer gewinnen den Final gegen Malans in der ausverkauften Wankdorfhalle in Bern 6:5 nach Verlängerung.

Im Vorfeld war ja spekuliert worden, dass Malans aufgrund der Erfahrung im Vorteil sein würde, schliesslich standen die Bündner in diesem Jahr bereits zum siebten Mal in einem Cupfinal. Doch die Zuger zeigten bei ihrer Endspiel-Premiere keinerlei Berührungsängste.

Nach vier Minuten brachte Emil Julkunen die aufsässig und aggressiv agierenden Zuger in Führung. Der Finne, in der Qualifikation der zweitbeste Skorer für die Mannschaft von Nicklas Hedstal, sollte in dieser Partie eine tragende Rolle übernehmen.

Als der 29-Jährige acht Sekunden vor der zweiten Pause seinen zweiten Treffer erzielte und sein Team mit 4:2 in Führung schoss, schaffte er eine gute Ausgangslage dafür, dass die Zuger erstmals und er nach 2017 (mit den Grasshoppers) zum zweiten Mal die Cup-Trophäe würde in Empfang nehmen können. Doch Joshua Schnell und Kevin Nylund glichen das Geschehen neun Minuten vor der Schlusssirene zum dritten Mal aus. Auf den dritten Treffer Julkunens hatte wiederum Schnell die passende Antwort, sodass in der regulären Spielzeit keine Entscheidung mehr fiel.

Nach annulliertem Tor doch noch regulär getroffen

In der Verlängerung boten sich beiden Teams ausgezeichnete Möglichkeiten. Zum zweiten Mal in dieser Partie konsultierten die Schiedsrichter das Video, nachdem die Zuger einen Abschluss vermeintlich im Tor gesehen hatten. Der Jubel verstummte zwar schnell, wenig später, nachdem ein satter Schuss von Alexander Larsson im Netz zappelte, bestand aber kein Zweifel mehr am ersten Cupsieg des erst 2004 gegründeten Vereins.

Es ist ein Erfolg, der den Zentralschweizern die wenigsten zugetraut hätten. Vor der Saison war vielmehr prognostiziert worden, dass sie hart um die Playoffqualifikation würde kämpfen müssen, nachdem mit Patrik Rokka und Billy Nilsson zwei der besten Skorer und insgesamt 92 Punkte die Mannschaft verlassen hatten. Dass Prognosen nicht immer eintreffen, haben die Zuger am Samstag eindrücklich bewiesen.

(Quelle: sda)