Streit um Bonus von CS-Chef Thiam

Der Verwaltungsrat ist offenbar nicht einverstanden

Tidjane Thiam will sich eine Abgangsentschädigung von 30 Millionen Franken auszahlen lassen.

Um den letzten Bonus vom zurücktretenden CEO der Credit Suisse Tidjane Thiam ist ein Streit entbrannt. Die Sonntagszeitung berichtet, dass der Verwaltungsrat der CS nicht akzeptieren will, wie Thiam seine Abgangszahlung berechnet.

Der Bonus wird jeweils aufgrund des Gewinnes berechnet. Bei der Credit Suisse konnte der abtretende CEO Tidjane Thiam diese Woche ein stolzes Ergebnis präsentieren. Der Gewinn ist um fast 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewachsen, er war rund 1 Milliarde Franken höher. Diesen Zuwachs gab es aber insbesondere wegen Sondereffekten. Normalerweise werden solche Effekte abgezogen, wenn der Bonus berechnet wird. Beim Fall von Tidjane Thiam war dies nicht so. Thiam berechnete für sich eine Abgangsentschädigung von 30 Millionen Franken.

Ob die Rechnung akzeptiert wird, ist offenbar noch unklar. Ein Sprecher der Credit Suisse sagt dazu im Zeitungsbericht, dass das Kompensationskomitee entscheidet, was bei den bereinigten Zahlen einberechnet wird und was nicht.