Vergewaltiger zu über vier Jahren Gefängnis verurteilt

Strassenbauer aus Portugal hat Ex-Freundin bedroht und vergewaltigt

Kriminalgericht Luzern am Alpenquai

Ein 26-jähriger Mann muss vier Jahre und drei Monate ins Gefängnis, weil er seine Ex-Freundin bedroht und vergewaltigt hat. Das Luzerner Kriminalgericht verhängte eine schärfere Strafe als es die Anklage gefordert hatte.

Die Richter verurteilten den Strassenbauer aus Portugal wegen mehrfacher Vergewaltigung und mehrfacher Drohung, wegen Raubes, Nötigung, Diebstahl sowie Sachbeschädigung und verwiesen ihn für zehn Jahre des Landes. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Beschuldigte suchte im Dezember 2018 seine Ex-Freundin in ihrer Wohnung auf. Dabei bedrohte er sie laut der Staatsanwaltschaft verbal und vollzog zweimal gegen ihren Willen den Geschlechtsverkehr. Er soll ihr ein Küchenmesser gegen den Hals gehalten und sie zur Herausgabe von 140 Franken gezwungen haben. Auch habe er ihre Bankkarte entwendet und damit 680 Franken abgehoben. Dem Betreibungsamt soll er schliesslich in den Jahren 2017 und 2018 Einkünfte verschwiegen haben, die er zur Lohnpfändung hätte deklarieren müssen.

Sicherheitshaft verlängert

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren gefordert. Das Gericht erhöhte das Strafmass um neun Monate. Es belegte ihn mit 200 Franken Busse und den Verfahrenskosten von knapp 12'000 Franken. 10'000 Franken muss er zudem dem Opfer, das als Privatklägerin auftrat, als Genugtuung zahlen. Der Mann sitzt in Sicherheitshaft und hat bereits über ein Jahr Freiheitsentzug hinter sich. Nach Ansicht des Gerichts solle die Sicherheitshaft vorerst für drei weitere Monate verlängert werden. Der Haftgrund der Fluchtgefahr liege weiterhin vor.

(Quelle: sda)