Realitätsnahe Formel1-Rennen im Simulator

In Cham haben sich einige der besten E-Rennfahrer Europas getroffen

Schweissperlen und Muskelkater – und dies nicht vom Fahrradfahren oder Joggen, sondern vom Autorennen-Fahren am Computer. Man kann es sich kaum vorstellen. Wie anstrengend ein solches digitale Rennen sein kann, zeigten an diesem Wochenende die besten virtuellen Rennfahrer von Europa an einer Meisterschaft in Cham. Die Rennsimulatoren sind nämlich überzeugend echt und machen das Rennen nicht nur zu einer geistigen Herausforderung, sondern auch zu einem körperlichen Erlebnis.

Es rüttelt und schüttelt und lärmt wie auf der richtigen Rennpiste. Die Simulatoren aus Italien sind ein Wunderwerk aus Hydraulik, Elektronik und Software und kosten so viel wie ein richtiger Luxus-Sportwagen. Schweissgebadet steigen die Rennpiloten aus ihren Boliden, die Anspannung ist ihnen noch ins Gesicht geschrieben.

Buochser landet auf dem dritten Platz

Unter den Fahrern sind auch Zentralschweizer dabei, unter anderem Simon Danner und sein Zwillingsbruder Mike aus Buochs. Im Alltag gehen sie zwar einer normalen Beschäftigung nach – das E-Racing ist einfach ihr grosses Hobby. Simon geht zwei Mal die Woche für mehrere Stunden trainieren. Beim heutigen Rennen scheint sich das viele Training gelohnt zu haben: Simon fährt auf Rang Drei. Gewonnen hat die Meisterschaft in Cham der Tscheche Michal Smidl. Er darf sich über ein Preisgeld von 30'000 Franken freuen.