Wilder Kandidat will in Urner Regierung

Pascal Blöchlinger will den Sprung vom Parlament in die Regierung schaffen

Pascal Blöchlinger sieht seine Kandidatur als Ergänzung zum SVP-Parteikollegen Christian Arnold.

Im Kanton Uri stehen für die Regierungswahlen im März 2020 nur acht Personen für sieben Sitze zur Wahl. Der amtierende SVP-Kantonsratspräsident Pascal Blöchlinger findet das zu wenig. Nun tritt er als «wilder» Kandidat neben dem offiziellen Kandidaten der SVP, Christian Arnold an.

«Es kann einfach nicht sein, dass sich für sieben Sitze lediglich acht Personen zur Wahl stellen. » Das schreibt Pascal Blöchlinger (SVP) in einer Mitteilung. Für den Urner Regierungsrat stellen sich die bisherigen Urban Camenzind (CVP), Urs Janett (FDP), Beat Jörg (CVP), Dimitri Moretti (SP) und Roger Nager (FDP) zur Wahl. Zwei Sitze werden also frei.

Mit nur drei Kandidaten für die zwei freiwerdenden Sitze sei die Auswahl verhältnismässig gering, schreibt Blöchlinger weiter. Neu stellen sich nur Christian Arnold (SVP), Georg Simmen (FDP) und Daniel Furrer (CVP) zur Wahl. Pascal Blöchlinger kandidierte bereits im Herbst für den Nationalrat. Nun stellt sich der 42-Jährige auch zur Wahl in den Regierungsrat auf. Seine «wilde» Kandidatur sieht er aber nicht als Alternative zum offiziellen SVP-Kandidaten, sondern als eine Ergänzung dazu. Er möchte dem Kanton Uri eine «echte Auswahl» bieten.

Blöchlinger möchte als Regierungsrat besonders die Interessen des Gewerbes und der Wirtschaft vertreten. Von den acht Kandidaturen für den Regierungsrat seien zwei Landwirte, zwei Lehrer und zwei Juristen. Der Kanton Uri wählt seine Regierung am 8. März 2020, die Legislatur beginnt dann am 1. Juni.