Explosion Wolhusen: Selbstgebastelte Sprengmittel gefunden

Weitere Substanzen sind noch immer unbekannt

Die Einsatzkräfte der Polizei und des Rettungsdienstes sind immer noch vor Ort.

In einem Zweifamilienhaus in Wolhusen wurde gestern ein 16-Jähriger bei einer Explosion in einer Wohnung schwer verletzt. Warum es zur Explosion kam, ist noch unklar. Zur Bergung der noch unbekannten Substanz waren mehrere Spezialisten im Einsatz.
 

Am Samstag, 14. Dezember 2019, kam es  in einer Wohnung eines Zweifamilienhauses in Wolhusen zu einer Explosion. Durch ein offenes Wohnzimmerfenster entwich eine Feuerflamme. Dies teilt die Luzerner Polizei mit. Zu einem offenen Feuer kam es jedoch nicht. Bei der Explosion wurde ein 16-jähriger Schweizer schwer verletzt. Er musste mit massiven Verbrennungen mit dem Rettungshelikopter ins Spital geflogen werden.

Bei einer ersten Wohnungskontrolle wurden diverse pyrotechnische Gegenstände, gebastelte Sprengmittel und unbekannte Substanzen festgestellt. Zur Bergung der unbekannten Substanzen wurde ein Team des Zürcher Entschärfungsdienstes des Forensischen Instituts (ZED) aufgeboten. Die Substanzen konnten von den Spezialisten in der Nacht auf heute gezielt gesprengt werden.

Noch vieles unklar

Die Unfallursache sowie Details zu den unbekannten Substanzen sind noch nicht bekannt. Die Ermittlungen sind im Gang. Die Untersuchungen führt die Staatsanwaltschaft Sursee zusammen mit der Jugendanwaltschaft Luzern. Im Einsatz waren nebst der Polizei und dem ZED auch Kräfte der Rettungsdienste 144, die Feuerwehr Wolhusen sowie die Bundeskriminalpolizei. Die Bewohner des Zweifamilienhauses wurden evakuiert und mussten die Nacht auswärts verbringen.

Audiofiles

  1. Explosion Wolhusen: Christian Bertschi, Mediensprecher der Luzerner Polizei gibt Auskunft. Audio: Nicole Marcuard