Asche in Kristallen und Schmuckstücken verewigt

Trends auf der ersten Schweizer Bestattungsmesse in Luzern

Erdbestattungen und Urnen sind in der Schweiz bei Beerdigungen die Norm, meint man. Aber der aktuelle Trend zeigt: Es sind Auslaufmodelle. Erdbestattungen machen gerade mal noch zehn Prozent aus. Immer weniger Menschen lassen sich klassisch bestatten, dies zeigen auch die neusten Trends an der ersten Schweizer Bestattungsmesse in Luzern.

Vorsorge, Tod und Bestattung: Diesen Themen widmet sich die erste Bestattungsmesse, die am Sonntag in Luzern Besucherinnen und Besucher mit der Endlichkeit des irdischen Lebens konfrontierte.

Bestattungsplaner, Bildhauer und Schmuck aus Asche

Rund zwanzig Aussteller waren an der Premiere in den Räumlichkeiten der Gärtnerei Heini direkt neben dem Friedhof Friedental vertreten. Nicht fehlen durften Bestattungsplaner, Bildhauer und Erbrechtberater. Aber auch Anbieter, die aus Asche Diamanten oder Kristalle herstellen und ein Leichenfundortreinigungsinstitut, stellten ihre Dienstleistung vor.

Friedhofsführung und Kontakte ins Jenseits

Auf dem Programm standen zudem diverse Veranstaltungen, ein Kabarett-Programm unter dem Titel "Der Tod ist doch der Letzte!", angebliche Jenseits-Kontakte, und eine Führung auf dem Friedhof. Im März 2020 wollen die Organisatoren in Basel eine weitere Bestattungsmesse durchführen.

Quelle: sda

 

In der Schweiz gibt es nur noch 10 Prozent Erdbestattungen, zu 90 Prozent wird kremiert. Auf dem Bild: Der Friedhof Friedental in Luzern, es ist der fünftgrösste Friedhof der Schweiz. Erinnerungs-Kristalle sind eine Kombination aus Kristall und einer kleinen Menge aus der Asche des geliebten verstorbenen Angehörigen. Das Atelier Miah Erinnerungsschmuck stellt Schmuckstücke aus Gold und Asche her. Jedes Unikat aus dem Goldschmiedeatelier vermag Erinnerungen, Gefühle und Momente auf ganz besondere Weise festzuhalten.