Angespannte Lage auf dem Vierwaldstättersee

Die Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee SGV braucht mehr Personal

Der Schiffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee SGV fehlt es an Nachwuchs. In den Sommermonaten sind die Arbeitspläne der Schiffsführer sehr streng getaktet, Ferien gibt es kaum. Nun sollen junge Schiffsführer ausgebildet werden und die Lücke füllen.

Es ist die Kehrseite des Erfolgs. Das Schifffahren auf dem Vierwaldstättersee boomt. 20 Mal täglich kann man zum Beispiel mit dem Schiff von Luzern nach Vitznau oder Flüelen fahren. Zudem gibt es immer mehr spezielle Fahrten wie zum Beispiel der Fondue-Dampfer oder das Brunch-Schiff. Darum kommt es im Sommer immer wieder zu Engpässen bei den Schiffen und beim Personal. Höchste Zeit also für Nachwuchs. Das ist jedoch nicht ganz so einfach. 

Kapitän wird man nicht einfach so. Eine Kapitäns-Uni gibt es nicht. Wer also mit hunderten von Bruttoregistertonnen über den Viewaldstättersee brettern will, der muss ganz unten als Leichtmatrose anfangen und sich hocharbeiten. Erst nach etwa 3 Dienstjahren, kann man mit der jahrelangen Ausbildung zum Schiffsführer anfangen.  

SGV bildet mit Hochdruck neue Schiffsführer aus

In den drei Jahren 2018 bis 2020 verzeichnet die SGV insgesammt 18 Pensionierungen. Allein 17 Davon sind Schiffsführer. Diese müssen so rasch wie möglich ersetzt werden, damit der Linienverkehr nicht beeinträchtigt wird. Dieses Jahr haben sechs Rekruten die Ausbildung abgeschlossen und vier neue haben sogleich wieder angefangen. Michel Scheurer, Chefkapitän der SGV, ist zuversichtlich, dass alle neuen Schiffsführer ihre neuen Aufgaben mit Freuden übernehmen werden, denn bei der SGV ist in den letzten zehn Jahren die Fluktuation unter den Schiffsführern praktisch gleich null - Pensionierung ausgenommen. 

Audiofiles

  1. Die SGV braucht Nachwuchs. Audio: Marco Zibung
Die MS Mythen