Dreikampf um den Zuger Sitz im Ständerat

Die FDP will ihren Sitz gegen den Angriff der SVP und der Linken verteidigen

Um den verbleibenden Ständeratssitz im Kanton Zug kommt es zu einem Dreikampf. Zum zweiten Wahlgang treten am 17. November FDP, SVP und die ALG - die Grünen noch einmal an.

Die FDP schickt Matthias Michel ins Rennen, der das absolute Mehr verpasst, aber das zweitbeste Resultat erzielt hatte. Die Partei zeigte sich überzeugt, dass der Alt-Regierungsrat im zweiten Anlauf gewählt wird. Heinz Tänner (SVP), der nur 83 Stimmen hinter Michel lag, tritt ebenfalls noch einmal an. Bei der SVP-Wahlkampfleitung hiess es auf Anfrage, der Kanton habe im ersten Wahlgang Tännler gewählt, für den zweiten Wahlgang müsse nun auch die Stadt überzeugt werden, hier lege man einen Fokus. Rechnet man die Stimmen aus der Stadt Zug nicht, so lag der SVP-Kandidat vor seinem direkten FDP-Konkurrenten.

Eine Alternative zu den beiden bürgerlichen Kandidaten ist Tabea Zimmermann, die für die Alternative - die Grünen (ALG) noch einmal antritt. Sie hatte im ersten Wahlgang mit 8200 Stimmen allerdings nicht einmal die Hälfte der Stimmenzahl ihrer beiden Mitbewerber erreicht. Barbara Gysel (SP), die mit 7898 Stimmen hinter Zimmermann lag, sowie
die abgeschlagenen Andrea Sidler Weiss (parteilos) und Stefan Thöni (Parat) treten nicht mehr an.

Bereits im ersten Wahlgang vom 20. Oktober wurde der bisherige CVP-Ständerat Peter Hegglin gewählt.

Audiofiles

  1. Wahlvorschau zweiter Wahlgang Ständerat ZG. Audio: Carmen Zettel / Carla Keller
Bei den nationalen Wahlen wollen die Linken im Kanton Zug einen Sitz im Ständerat ergattern. Die FDP sieht sich aber auch von der SVP angegriffen