Sargproduktion in Beromünster

Umweltschutz wird auch in der Bestattungsbranche immer gefragter

Sarg-Ausstellung an der Generalversammlung der Bestatter in Sursee

Allerheiligen ist ein Tag, den man den Verstorbenen widmet, vielleicht ein Grab besucht oder eine Kerze anzündet. Sich so bewusst mit dem Tod auseinanderzusetzten, macht man nicht so oft. Es gibt aber Leute, die tagtäglich mit dem Tod konfrontiert werden. Zum Beispiel der Sargproduzent Andreas Egli aus Beromünster.

Rund 120 Särge am Tag produziert Andreas Eglis Firma auf Bestellung und liefert sie in die ganze Schweiz. Im Sommer ein paar mehr - im Winter ein paar weniger. Der Tod ist saisonal, sagt Andreas Egli. Er würde die Bestattungsbranche als sehr konservativ beschreiben. Dennoch fragen immer mehr Leute nach Särgen aus massivem Schweizer Tannenholz, gewachst und mit Baumwollausstattung anstatt Kunstseide. Auch sterben sei jetzt grün, scherzt Egli.

Galgenhumor als Selbstschutz

Ohne Distanz zu dem, was man macht, gehe es nicht, meint Andreas Egli. Seine Firma produziert auch Kindersärge. Da halte man schon für einen kurzen Moment inne. Zum Glück bekommt Andreas Egli aber eher selten Bestellungen für kleine Särge. 

 

Audiofiles

  1. Särge werden immer umweltbewusster ausgesucht. Audio: Carla Keller