200 Bäume für 200 Jahre Luzerner Stadtforstamt

Zusammen mit der Bevölkerung pflanzte man im Gütschwald Zukunftsbäume

Geplünderte Wälder prägten um das Jahr 1800 das Schweizer Landschaftsbild. Um den Wald zu schützen hat die Stadt Luzern deshalb 1819 einen Forstinspektor angestellt und seitdem hat sich so einiges verändert. 32 Baumarten, 67 Kilometer Waldstrassen und über 1’400 Hektaren Wald. Das alles wird heute, also 200 Jahre später, vom Stadtforstamt bewirtschaftet. Ein Grund zum Feiern aber auch um weiter anzupacken.

200 Jahre Stadtforstamt Luzern – ein grosses Jubiläum! Das Stadtforstamt lud deshalb am Samstag die Bevölkerung zum Gütschwald, wo man zusammen mit ihnen symbolisch 200 neue «Zukunftsbäume» pflanzte. Ahorne, Eichen, Kirschbäume und viele weitere wurden in den Boden gesetzt.

In den 200 Jahren hat sich die Bedeutung des Waldes für den Menschen sehr verändert, sagt Korporationspräsident Max Lang. Wo er früher um 1800 noch geplündert wurde, ist er heute ein geschätzter Naherholungsraum der Bevölkerung. Seit 1819 mit einem Forstinspektor das Stadtforstamt gegründet wurde, haben sich aber auch die Herausforderungen geändert. So kämpfen die Wälder heute gegen den Klimawandel, die Trockenheit und dem daraus folgenden Borkenkäferbefall. So auch im Gütschwald: An den Stellen, wo am Samstag die Zukunftsbäume gepflanzt wurden, hat er zum Beispiel besonders viel Schaden angerichtet.

Forstwart Stefan Niklaus sieht daraus aber auch wieder eine Chance für die neuen Bäume, die hier nun Platz gefunden haben. Auf sie warten nun hoffentlich ebenso viele Jahre, denn der Mensch braucht die Wälder. Und so werden die kleinen Zukunftsbäume vielleicht bald einmal so gross sein, wie ihre grossen Brüder rund um sie herum.