Ein neuer Axenstrassen-Tunnel muss her

Nach der Öffnung der Axenstrasse soll möglichst bald eine langfristige Lösung zustande kommen

Der Verkehr auf der Axenstrasse fliesst seit heute Nachmittag wieder. Nach fast sieben Wochen ist die Strasse zwischen Sisikon und Flüelen wieder freigegeben. Ein neuer Axenstrassen-Tunnel soll in Zukunft für mehr Sicherheit sorgen. Einsprachen für dieses Projekt müssen aber zuerst geprüft werden.

Ende Juli musste die Strasse wegen akuter Steinschlaggefahr gesperrt werden. Die Behörden haben während dieser Zeit zwei tonnenschwere Felsbrocken gesprengt, die abzurutschen drohten. Ebenfalls wurden zusätzliche Fangnetze aufgebaut und ein neues Radar-Warnsystem, welches den Verkehr auf der Axenstrasse aufhalten kann, wurde montiert.

Öffnung nicht für alle

Autos, Lastwagen und Motorräder dürfen jetzt wieder fahren - Fussgänger, Fahrräder und Landwirtschaftsfahrzeuge hingegen nicht. Sie sind nämlich zu langsam. Sobald das Warnsystem anschlägt und den Verkehr an sicherer Stelle aufhält, dauert es nur 20 Sekunden bis die Gröllmassen auf der Strasse ankommen. Wer sich also dann noch in der Gefahrenzone aufhält, schwebt in Lebensgefahr. Es befinden sich noch rund 120'000 Kubikmeter oder anders gesagt 12'000 Lastwagen-Ladungen voll Geröll oberhalb der Strasse im Gumpischtal.

Lösung liegt auf der Hand

Für das Bundesamt für Strassen Astra und die Kantone Uri und Schwyz ist klar, die langfristige Lösung ist eine Tunnel-Überbauung. Von diesem Lösungsvorschlag wird bereits seit über 40 Jahren geredet, umgesetzt wurde noch nichts. Schuld daran seien Einsprachen und Widerstände, die den Bewilligungsprozess stark verlangsamt haben, sagt Richard Kocherhans vom Astra.

Bereits vor 10 Jahren ist der neue Axenstrassen-Tunnel vom Bundesrat bewilligt worden. Eine solche Überbauung würde auf der Strecke für mehr Sicherheit sorgen. Solange das Projekt aber nicht umgesetzt werden kann, arbeitet das Astra gemeinsam mit den Kantonen an Zwischenlösungen. Diese erfordern zusätzliche Baumassnahmen, die geprüft und berechnet werden müssen. Wann die Bauarbeiten für den neuen Tunnel anfangen, steht demnach noch in den Sternen.

Die Arbeiten oberhalb der Axenstrasse sind aufwändig.

Audiofiles

  1. Langfristige Lösung für die Axenstrasse. Audio: Anita von Rotz / Damian Betschart