Bilanz nach sechswöchiger Axen-Sperrung

Der Kanton ist zufrieden - die Gastro-Branche hat noch zu kämpfen

Seit über 6 Wochen ist die Axenstrasse zwischen Flüelen und Sisikon wegen eines Steinschlags zu. Läuft alles nach Plan, sollte der Axen aber schon bald, Mitte oder spätestens Ende Monat, wieder aufgehen. Zeit für eine erste Bilanz.

Die Auswirkungen der Axen-Sperrung waren bzw. sind nach wie vor vielfältig und gross - je nach Region, je nach Branche. Der Verkehr ist aufgrund der Umfahrungsstrasse via Luzern immer wieder am Anschlag, Leute brauchen mehr Geduld, gewisse Betriebe verzeichnen grosse Einbussen. 

Gastrobranche hat gelitten

Besonders hart waren die vergangenen Wochen für die Gastrobetriebe im Raum Sisikon. Der Pächter des Restaurants Laterne, Bruno Di Secli, hat seinen Betrieb aufgrund der mangelnden Kundschaft eingestellt. Er kämpft nun mit grossen Einbussen. Ähnlich erging es bisher dem Pächter des Restaurants Sternen - er rechnet mit Einbussen von rund 40 Prozent.

Gemeinde Sisikon und der Kanton sind soweit zufrieden

Trotzdem - im Grossen und Ganzen ziehen sowohl die Gemeinde Sisikon als auch der Kanton Uri eine relativ positive Bilanz. Gemeindepräsident Timotheus Abegg spricht von einer schönen "Ruhe" im Dorf und Regierungsrat Urban Camenzind von einem Volk, welches mit den Umständen sehr gut klargekommen ist. Entschädigungs-Gesuche von Betrieben, die Kurzarbeit einführen mussten, gab es laut Camenzind nur wenige. Trotzdem sei man froh, wenn wieder Normalität einkehrt.

Astra gibt schon bald grünes Licht

Läuft alles nach Plan, dann sollte die Axenstrasse Mitte Monat, d.h. ca. ab kommender Woche wieder für den Verkehr freigegeben werden. Das Bundesamt für Strassen Astra wird am Donnerstag informieren, ob dieser Plan aufgeht und wann die Sperre aufgehoben wird.

Schon bald sollte die Sperre am Axen wieder aufgehoben werden.

Audiofiles

  1. Bilanz einen Monat nach Axensperrung. Audio: Flavio Desax / Maik Wisler