Verlängerung der Ladenöffnungszeiten geplant

Luzerner Regierung unterbreitet dem Parlament eine Gesetzesänderung

Die Läden im Kanton Luzern sollen neu etwas länger geöffnet haben dürfen als bisher.

Die Läden im Kanton Luzern sollen neu etwas länger geöffnet haben dürfen als bisher. Im Gegenzug werden die Abendverkäufe eingeschränkt.

Die Regierung unterbreitet dem Kantonsparlament eine Revision des Ruhetags- und Ladenschlussgesetzes. Demnach dürfen die Läden von Montag bis Freitag neu bis 19 Uhr und somit eine halbe Stunde länger offen haben als bisher. Am Samstag wird das Einkaufen um eine Stunde bis um 17 Uhr erlaubt.

Kompensiert werden diese längeren Ladenöffnungszeiten mit einer Einschränkung des Abendverkaufs. Die Gemeinden können den Geschäften weiterhin erlauben, bis 21 Uhr Kundschaft zu empfangen, aber nur noch einmal und nicht mehr zwei Mal wöchentlich. Nicht gerüttelt wird an der Vorgabe, dass die Läden am Tag vor einem Feiertag bereits um 17 Uhr dicht machen müssen.

Durch diese Änderungen erfahren die Öffnungszeiten nach Angaben der Regierung insgesamt keine nennenswerte Ausweitung. Angestossen war die Mini-Reform durch eine dringliche Motion von Andreas Moser (FDP), die das Kantonsparlament im Januar 2019 mit 87 zu 7 Stimmen überwiesen hat.

Schweizweit restriktivste Ladenöffnungszeiten

Der Kanton Luzern hat heute die restriktivsten Ladenöffnungszeiten der Schweiz. Sie sind deswegen seit Jahren umstritten. Alle Bemühungen einer Liberalisierung scheiterten aber 2006, 2012 und 2013 an der Urne.

Aus Rücksicht auf diese Volksentscheide wurde auch jetzt auf eine weitergehende Liberalisierung verzichtet. Ausnahmslos alle Teilnehmer der Vernehmlassung hätten eine moderate Ausdehnung der Ladenschlusszeiten favorisiert, schreibt so die Regierung. Die Änderung soll auf den 1. Mai 2020 in Kraft treten.

(Quelle: sda)