Strassenfest auf gesperrter Axenstrasse in Sisikon

Spielende Kinder und viel Idylle auf der sonst stark befahrenen Nationalstrasse

Die Gemeinde Sisikon im Kanton Uri feierte an diesem Wochenende ein Strassenfest. Sisikon liegt an der bekannten Axenstrasse, an dieser wichtigen Verbindung zwischen dem Kanton Schwyz und dem Kanton Uri. Darum kommt es fast nie vor, dass keine Autos auf der Axenstrasse sind.

Wegen eines Felssturzes vor drei Wochen und weiteren Arbeiten, bleibt die Axenstrasse weiterhin geschlossen. Die Leute von Sisikon haben am Samstagabend aber nicht nur gefeiert, sondern stellten auch Forderungen. Sie wollen eine Umfahrung der Axenstrasse um Sisikon, damit die Gemeinde nicht mehr so stark vom Fernverkehr belastet ist.

«Mein Mutter hat schon vor 40 Jahren gesagt, dass die Umfahrung bald komme»

Der Unmut der Sisiger ist spürbar. Wie einige im Interview gegenüber Tele 1 und Radio Pilatus sagen, seien sie enttäuscht, dass man sie immer weiter hinhält. «Es ist schade, dass ein fertiges Projekt eigentlich in der Schublade liegt, aber es wegen ein paar Einsprachen trotzdem noch so lange dauert bis es vorwärts geht», sagt eine Anwohnerin. Ein weiterer Sisiger erinnert sich daran, wie ihm seine Mutter vor 40 Jahren erzählt habe, dass die Umfahrung bald kommen würde. Nun hofft sie, dass sie wenigstens irgendwann noch mit dem Rollator über die nicht zu stark befahrene Axenstrasse gehen könne.

Projekt «Neue Axenstrasse A4» schon lange in Planung

Das Projekt mit zwei Tunnel parallel zur Axenstrasse - zwischen Ingenbohl bei Brunnen und Gumpisch - wurde 2009 vom Bundesrat bewilligt. Trotzdem ist man heute noch weit vom Bauen entfernt. Es gibt immer wieder Widerstand um die Projekte Umfahrung Axenstrasse. Den Kantonen Uri und Schwyz sind die Hände gebunden.

Strassenfest in Sisikon auf gesperrter Axenstrasse. Strassenfest in Sisikon auf gesperrter Axenstrasse.