Strafanzeige gegen zwei namhafte Luzerner Politiker

SVP-Kantonsparlamentarier Urs Dickerhof bezeichnet die Anschuldigungen als haltlos

In der Verbandskasse der medizninischen Masseure fehlt Geld.

Gegen zwei Luzerner Politiker, Nationalrat Felix Müri und Kantonsrat Urs Dickerhof, wurde Strafanzeige eingereicht. Das zeigen Recherchen der Luzerner Zeitung. Die beiden Politiker werden mit fehlendem Geld in einer Verbandskasse in Verbindung gebracht. Urs Dickerhof spricht von haltlosen Anschuldigungen.

Die beiden Emmer Politiker sind im Vorstand des Dachverbands der medizinischen Masseure engagiert. Müri als Präsident und Dickerhof als Finanzchef. Laut dem Bericht fehlen 150'000 Franken, und dies schon seit Jahren. Es handelt sich dabei um Steuergelder des Bundes, die explizit für die Prüfungsgebühren eingesetzt werden dürfen. Jedoch ist unklar, wo das Geld im Verband hingeflossen ist, wie die Luzerner Zeitung weiter berichtet. Offenbar haben die beiden Politiker das Problem bereits bei ihrem Amtsantritt übernommen.

Anschuldigungen seien haltlos

Auf Anfrage von Radio Pilatus und Tele 1 bezeichnete Urs Dickerhof die Strafanzeige als ungerechtfertigt. Die Rechnungen des Dachverbands seien immer kontrolliert und von den Delegierten abgesegnet worden. Die Anschuldigungen gegen ihn und Felix Müri seien haltlos. Zudem sei bereits im April eine ausserordentliche Delegiertenversammlung beschlossen worden, um über die finanziellen Angelegenheiten zu beraten. Es sei ärgerlich, dass diese Strafanzeige jetzt gemacht und nicht auf die Ergebnisse der Delegiertenversammlung Ende August gewartet wurde. Es gilt die Unschuldsvermutung.