Immer mehr Gewalt gegen Spitalpersonal

Auslöser sind meistens Alkohol, Demenz oder psychische Probleme

In den grossen Schweizer Spitälern kommt es immer öfters zu Übergriffen auf das Spitalpersonal. Das berichtet das Schweizer Fernsehen. Die Übergriffe seien meistens durch Alkohol, Demenz und psychische Probleme ausgelöst worden.

Im Unispital in Genf seien es 2017 noch 400 Fälle von Gewalt gegen Mitarbeiter gewesen. Im vergangenen Jahr bereits 530. "Wir mussten mehr Sicherheitspersonal einstellen", sagte die Mediensprecherin des Unispitals Genf gegenüber dem Schweizer Fernsehen. Ein Grund für die Zunahme sei auch, dass das Personal sensibilisierter ist, um solche Vorfälle tatsächlich zu melden. Es kommt auch vor, dass Patienten Spitalpersonal mit Messer oder einer Pistole bedrohen. Aber auch im Inselspital Bern gebe es immer mehr Fälle. Im Unispital Zürich sei die Zahl auf hohem Niveau stabil.

Kantonsspital Aarau mit Alarmknopf-System

Wenig Probleme habe man im Kantonsspital Aarau, sagt Ulrich Bürgi, Chefarzt der Notfallmedizin. Das eingebaute System mit Alarmknöpfen habe sich bewährt. Man habe praktisch keine Vorfälle mehr, sagte Urlich Bürgi, Chefarzt Notfallmedizin. Die meisten Übergriffe sind gemäss dem Bericht des Schweizer Fernsehens durch Alkohol, Demenz oder psychische Probleme verursacht worden. In verschiedenen Spitälern wird das Personal deshalb geschult, um aggressive Patienten abwehren oder beruhigen zu können.