Offerten für neue Kampfjets sind eingetroffen

Nun beginnt die Phase der Analyse und Erprobung

Der neue Kampfjet Gripen

Der Bund hat gestern die ersten Offerten für die neuen Kampfflugzeuge erhalten. Insgesamt geht es um fünf Jets von fünf verschiedenen Herstellern. Nun beginnt die Phase der Analyse und Erprobung.

Eurofighter, F/A-18 Super Hornet, Rafale, F-35A und Gripen E: Für diese Kampfjets haben die fünf von der Schweiz angefragten Anbieter am Freitag ihre Offerten an armasuisse übergeben. Nun beginnt die Phase der Analyse und Erprobung, wie das VBS mitteilte. Von Februar bis März 2019 erproben die Spezialisten der armasuisse und der Luftwaffe die Flugzeuge in den jeweiligen Simulatoren. Dabei soll auch gezeigt werden, wie die Flugzeuge betrieben und instandgehalten werden und wie die Ausbildung erfolgt.

Fragenkatalog und Tests in Payerne

Im Anschluss erfolgt die Auswertung der Antworten auf den Fragenkatalog, den die Hersteller in der ersten Offerte ausfüllen mussten. Parallel dazu werden die Kampfflugzeuge zwischen April und Juli 2019 in Payerne VD einer Flug- und Bodenerprobung unterzogen. Anschliessend folgt ein Vergleich zwischen den Kandidaten, der im zweiten Halbjahr 2020 durchgeführt wird. Die Fachberichte dienen auch dazu, für jeden Flugzeugtyp die erforderliche Flottengrösse zu bestimmen.

Zweite Offerten-Anfrage

Armasuisse wird nach gegenwärtigem Zeitplan auf dieser Grundlage eine zweite Offerten-Anfrage erstellen und den Kandidaten übergeben. Mit den Erkenntnissen aus der zweiten Offerte wird armasuisse die Kandidaten auf Basis der Fachberichte miteinander vergleichen und den Gesamtnutzen pro Kandidat ermitteln.

Typenwahl durch Bundesrat

Der Typenentscheid erfolgt durch den Bundesrat. Das Volk soll über die Milliarden für Kampfjets und Fliegerabwehr-Raketen abstimmen, nicht aber über die gewählten Modelle. Das Paket, das an die Urne kommt, hat der Bundesrat schon letzten November geschnürt. Dieses enthält die neuen Kampfjets, die ab 2025 die F/A-18 ablösen sollen. Neue Boden-Luft-Raketen ersetzen die heute eingesetzten Luftverteidigungssysteme. Die Kosten belaufen sich auf maximal 8 Milliarden Franken.

Quelle: sda