CVP will mindestens eine Frau auf Ticket

Für die Bundesratswahl will die CVP mindestens eine Frau aufstellen

Das Bundeshaus

Die CVP hat das Nominationsverfahren für die Bundesratskandidaturen eröffnet. Dies nachdem die Bundesrätin Doris Leuthard gestern ihren Rücktritt per Ende Jahr bekannt gegeben hat. Mitte November soll die Nomination feststehen.

Einen Tag nach der Rücktrittsankündigung ihrer Bundesrätin Doris Leuthard hat die CVP den Fahrplan für die Wahl festgelegt. Am 16. oder 17. November will die Bundeshausfraktion offiziell nominieren. Parteipräsident Gerhard Pfister sagte bereits im Voraus vor den Medien: «Ich gehe davon aus, dass mindestens eine Frau auf dem Ticket sein wird». Ob es ein Einer-, Zweier- oder gar Dreierticket gebe, sei jedoch noch nicht entschieden. Dafür werde eine Findungskommission eingesetzt. Auch wenn Pfister es nicht aussprach, deutete er jedoch an, dass er gegen ein Einerticket wäre. Die Parlamentarier könnten dies als Einladung verstehen, diese Person nicht zu wählen. Kandidierende sollen Führungsqualitäten, gute oder sehr gute Konsensfähigkeiten und ausgezeichnete Kommunikationsfähigkeiten haben, sagte Pfister weiter. Erfahrung in einer führenden Position sei hingegen nicht zwingend nötig. Diese hätte Doris Leuthard seinerzeit auch nicht gehabt.

Wahl ist wohl am 5. Dezember

Bis am 25. Oktober müssen nun mögliche Kandidatinnen und Kandidaten nominieren und der Findungskommission melden. Der CVP-Fraktionschef Filippo Lombardi ist der Präsident dieser Kommission. Ein Team von Juristen überprüfen dann die Kandidaturen. So soll eine «professionelle, faktenbasierte Personenüberprüfung» erfolgen. Den Entscheid über die Kandidatur fällt jedoch schlussendlich die Findungskommission. Voraussichtlich am 5. Dezember wird die vereinigte Bundesversammlung das neue Bundesratsmitglied wählen. Im Anschluss an diese Wahl wird die Nachfolge von Johann Schneider-Ammann bestimmt. Er hatte seinen Rücktritt am Dienstag bekannt gegeben. Die Wahl der Nachfolge von Leuthard wird aufgrund ihrer längeren Amtsdauer jener von Schneider-Ammann vorgezogen.