Der Umwelt zuliebe mehr fürs Fliegen bezahlen

Eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung wurde diesen Aufpreis zahlen

Ein Airbus A320 der Swiss

Laut einer Umfrage wäre eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung bereit einen Preiszuschlag auf ihr Flugticket in Kauf zu nehmen. Der Umwelt zuliebe wäre für den Grossteil der Befragten ein Zuschlag von 50 Franken gerechtfertigt.

Ein grosser Teil der Bevölkerung zeigt sich bereit, aufgrund der wegen des Fliegens verursachten Umwelt- und Gesundheitsschäden, Folgekosten zu tragen. Im Auftrag der Schweizerischen Energiestiftung (SES) hat nämlich das Forschungsinstitut gfs-zürich eine repräsentative Umfrage dazu durchgeführt. 60 Prozent der darin Befragten gaben an, dass die Subventionierung des Flugverkehrs nicht mehr zeitgemäss sei. Flugpassagiere bezahlen bisher nichts für die von ihnen verursachten Klimaschäden. 37 Prozent der Befragten wären deshalb bereit, 50 Franken oder mehr in Form eines Preiszuschlags zu bezahlen. 15 Prozent fänden maximal neun Franken pro Ticket genug. Rund ein Drittel hat keine Vorstellungen, wie hoch ein Kompensationsbeitrag für die Umwelt sein sollte.

Geld für Klimaprojekte

Wofür das Geld dann auch verwendet werden sollte, das wurde ebenfalls gefragt. 60 Prozent gaben an, man solle es in Schweizer Klimaschutzprojekte stecken. Am zweitbeliebtesten war die Förderung des Bahnschnellverkehrs, damit Flüge überflüssige werden. Weiter wurden die Unterstützung von Klimaprojekten in Entwicklungsländern und Forschungsprojekte im Luftverkehr genannt.

Politik ist gefordert

Gemäss SES-Projektleiter Florian Brunner sei die Politik aufgefordert, im Rahmen der Revision des CO2-Gesetzes endlich eine Flugticketabgabe einzuführen. Die steigende Nachfrage nach Flügen sei so am wirkungsvollsten einzudämmen. Fluggesellschaften wie die Swiss zeigen sich skeptisch gegenüber solchen höheren Ticketpreisen. Kunden würden dann einfach über andere Destinationen fliegen, wo die Preise tiefer seien.

(Quelle: sda)