Tausendfüssler-Alarm in Erstfeld

Mit Klebeband geht es den Tierchen an den Kragen

Tausendfüssler-Alarm in Erstfeld! Seit Wochen sind die Bewohner des Aecherliquartiers auf der Jagd nach den kleinen Tierchen. Zu Hunderten krabbeln sie die Hauswände hoch, dringen in die Wohnung ein oder zerstören den Garten. Für die Bewohner eine riesige Plage, oder wie sie sagen: Einfach nur "grüüsig".

Auf den ersten Blick sieht man nichts von den Tausendfüsslern bei Vreny Cencig. Sie hat einen gepflegten Garten. Bei genauerem Hinschauen sieht man sie aber überall: An Hauswänden, unter Steinen oder im Garten. Die ungebetenen Gäste bereiten Ärger. Seit Wochen kämpfen die Quartierbewohner gegen eine regelrechte Invasion von ungeliebten Tierchen. Langsam sind die Bewohner des Ächerliquartiers, oberhalb der reformierten Kirche im Eisenbahnerdorf am Ende mit den Nerven.

Gasbrenner und Klebeband

Man hat schon vieles probiert: Gasbrenner, Giftflaschen, Salz oder Reisbesen, nichts hat geholfen. Mit doppelseitigem Teppichklebeband wollen die Bewohner die Tierchen am Eindringen ins Haus hindern. Am Klebeband bleiben die Tierchen kleben, mit dem Gasbrenner werden sie dann verbrannt. Aber auch diese Art ist nicht nachhaltig, am nächsten Tag kommen sie wieder. Für die Bewohner braucht es täglich schon frühmorgens viel Zeit, um die unzähligen Tiere zu beseitigen. Eine andere Lösung gibt es nicht, denn Ameisengift oder ein Stärkeres ist verboten.

Der Gestank ist unerträglich

Grundsätzlich gilt der Tausendfüssler nicht als Schädling, aber wenn er zu Hunderten am Haus herumkrabbelt oder die frischen Setzlinge in den Gärten zerstört, macht er sich sehr unbeliebt. Als wäre die Invasion nicht schon genug, bei Gefahr rollen sich die Tausendfüssler ein und sondern einen Gestank aus. Schon fünf Sommer lang kämpfen die Erstfelder. So schlimm wie in diesem Jahr war es noch nie. Erst im Herbst können sie wieder durchatmen, dann wird es den Tierchen zu kalt und sie verschwinden.

Ein ausführlicher Bericht dazu stündlich in den Nachrichten von Tele1.