Martina Hingis tritt zurück

Die Schweizer Tennisspielerin hört nach den WTA-Finals auf

Martina Hingis und Sania Mirza gewinnen den Doppelfinal in Wimbledon.

Martina Hingis beendet ihre Karriere. Die 37-jährige Ostschweizer Tennisspielerin bestritt bei den WTA-Finals ihre letzte Partie auf der WTA-Tour.

23 Jahre nach ihrem ersten Auftritt auf der WTA-Tour in Zürich erklärte Hingis in Singapur ihren Rücktritt. Zweimal hatte sie sich vom Tennis-Zirkus temporär verabschiedet, ein erstes Mal verletzungsbedingt Ende 2002 und ein zweites Mal nach einer positiven Dopingprobe im November 2007. In der letzten Phase ihrer Karriere, die im März 2013
begonnen hatte, widmete sie sich fast ausschliesslich dem Doppel und Mixed. Und dies mit grossartigem Erfolg.

Insgesamt holte Hingis 20 Grand-Slam-Titel

In den letzten gut dreieinhalb Jahren gewann Hingis 27 Titel im Doppel und 5 im Mixed, darunter 10 bei Grand-Slam-Turnieren. Sie erweiterte ihre Sammlung an Major-Titeln auf 25. Nur neun Spielerinnen waren in der Tennis-Geschichte bei den wichtigsten Turnieren erfolgreicher als Hingis. Im Einzel brillierte sie vor allem zwischen 1997 und 1999. Während dieser Zeit gewann sie dreimal das Australian Open und je einmal Wimbledon und das US Open.

"Es ist der richtige Zeitpunkt für mich", begründete Hingis ihren Entscheid. "Es ist besser, auf dem Höhepunkt aufzuhören und ich kann ja sagen, ich hatte eine sehr gute Zeit. Die Erfolge, die ich in den letzten drei Jahre hatte, waren super und es wird sowieso schwierig, dies zu toppen. Und auch meine Prioritäten ändern sich natürlich."

1997 wurde Hingis mit 16 Jahren und 3 Monaten die jüngste Nummer 1 der Welt. 209 Wochen war sie an der Spitze der Einzel-Weltrangliste, im Doppel ist sie zusammen mit ihrer letzten Partnerin Chan Yung-Jan derzeit an der WTA-Spitze.