Steuern: Luzern erhöht die Verzugszinsen

Vorauszahler bekommen aber weiterhin keine Zinsen

Schweizer Banknoten (Symbolbild)

Wer im Kanton Luzern seine Steuern frühzeitig bezahlt, der wird auch 2018 nicht belohnt. Wer im Verzug ist, muss dafür mehr blechen. Damit will der Kanton zusätzliches Geld einnehmen.

Die Luzerner Kantonsregierung hat entschieden: Der Ausgleichszinssatz bei den Steuern bleibt bei 0,0 Prozent. Damit bekommt man auch 2018 keine Zinsen auf Steuergeld, welches man frühzeitig einbezahlt hat. Anders sieht es bei den Verzugszinsen aus. Diese erhöht die Regierung sogar und zwar um 1 Prozent. Statt wie für das aktuelle Steuerjahr 5 Prozent, beträgt der Verzugszins für die nächste Steuerperiode 6 Prozent.

Einen Verzugszins bezahlen muss, wer nach der Schlussrechnung den ausstehenden Betrag nicht innerhalb von 30 Tagen bezahlt. Grund für die Erhöhung sei aber nicht die schlechte Zahlungsmoral der Steuerzahler. Viel mehr liegt es daran, dass dem Kanton bekanntermassen das Geld fehlt. Im Aufgaben- und Finanzplan für die Jahre 2018 bis 2021 hatte die Regierung festgelegt, dass die Einnahmen durch Steuerzinsen um 0,5 Millionen Franken steigen sollen, erklärte die Luzerner Regierung auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.