Zwei von drei Personen nerven sich über die Nachbarn

Vor allem Lärm sorgt für Stunk im Quartier

Viele in der Schweiz nerven sich über ihre Nachbarn (Symbolbild)

Ein friedliches Zusammenleben unter Nachbarn - bei vielen in der Schweiz gibt es das nicht oder zumindest nicht immer. Zwei Drittel nerven sich regelmässig über ihre Nachbarn. Vor allem laute Musik und Kinderlärm sorgen für rote Köpfe, wie eine Umfrage von comparis.ch zeigt.

Kinderlärm, laute Musik, Getrampel, Unfreundlichkeit oder Zigarettenrauch: 64 Prozent in der Schweiz ärgern sich regelmässig über ihre Nachbarn. Bei einem Drittel davon kam es sogar schon mindestens einmal zu einem richtigen Streit. Grund dafür ist gemäss einer Umfrage des Vergleichsportals Comparis meistens die Lautstärke der Nachbarn. Das Problem beginnt bei lauten Diskussionen in der Wohnung nebenan, geht über Kinderlärm vom Spielplatz draussen bis hin zum Getrampel in der darüberliegenden Wohnung. Rund ein Drittel aller Spannungen unter Nachbarn kommen durch Lärm zustande.

Aber auch Zigarettenrauch auf dem Balkon oder im Treppenhaus sorgen regelmässig für Stunk. Nicht fehlen darf natürlich der Klassiker: Diskussionen um die Waschküche, welche dreckig hinterlassen wurde oder die Wäsche darin, welche nicht abgenommen wurde. Einer von zehn Befragten beklagte sich zudem über Nachbarn, deren Schäferstündchen jeweils so laut sind, dass sie sich gestört fühlen.

Die meisten Unstimmigkeiten werden friedlich gelöst

Trotz vielen, vielen Dingen die unter den Nachbarn für Zündstoff sorgen, bleibe es fast immer bei einer friedlichen Lösung. Gemäss der Comparis-Umfrage unternehmen die Meisten entweder gar nichts oder sie suchen einfach das Gespräch mit dem Nachbarn. Des Öfteren würde auch einfach der Vermieter kontaktiert, gegen die Wand oder Decke geklopft oder dann helfe man sich mit Ohrstöpseln.

Bei knapp einem Drittel der Befragten sind die Differenzen aber bereits mindestens einmal in einen richtigen Streit ausgeartet. Ein paar wenige sind gemäss der Umfrage wegen Problemen mit den Nachbarn gar umgezogen und bei etwa gleich vielen Personen endete der Streit letztlich vor Gericht. 

Comparis hat für die Umfrage im September etwas mehr als 1'000 Personen aus der ganzen Schweiz befragt.