Ambulant vor stationär: Ab 2018 auch im Kanton Zug

Wie in Luzern wird auch in Zug eine Operationsliste eingeführt

Patientenzimmer im Zuger Kantonsspital

Ambulant vor stationär: Nach Luzern will nun auch der Kanton Zug unnötige stationäre Spitalbehandlungen vermeiden. Wie die Zuger Gesundheitsdirektion mitteilt, wird auf das nächste Jahr hin eine Liste mit Eingriffen erstellt, welche in der Regel nur noch ambulant ausgeführt werden. 

Oft könne eine ambulante Behandlung in gleicher Qualität und Sicherheit wie eine stationäre ausgeführt werden, hält die Zuger Gesundheitsdirektion in der Mitteilung fest. Zudem erweise sich diese in vielen Fällen auch als angepasster und angenehmer für die Patienten. Der Kanton Zug hat sich deshalb entschieden, auf den 1. Januar 2018 wie die Kantone Luzern (Radio Pilatus berichtete), Wallis und Zürich eine Liste von Behandlungen einzuführen, die ambulant vorzunehmen sind.

Eindämmung des Kostenwachstums

Werden diese dennoch stationär durchgeführt, übernimmt der Kanton die Kosten nicht mehr. Ausgenommen sind Fälle, in denen medizinische Gründe für einen stationären Aufenthalt sprechen. Dank dieser Liste könne die Gesundheitsversorgung optimiert und ein Beitrag zur Eindämmung des Kostenwachstums geleistet werden, so der Zuger Gesundheitsdirektor Martin Pfister in der Mitteilung. Die Liste reicht von Augenoperationen bis hin zu Krampfadern und wird in den kommenden Wochen fertig erstellt.

Wie im April bekannt wurde, plant auch das Bundesamt für Gesundheit eine solche Liste, welche zukünftig für die ganze Schweiz gültig sein soll.