Verkehrshaus der Schweiz lässt Forschungssatelliten untersuchen

Materialwissenschaftler nehmen den Satelliten unter die Lupe

Forschungssatellit Eureca Forschungssatellit Eureca Forschungssatellit Eureca Der Forschungssatellit Eureca während seinem ersten und letzten Einsatz im Weltall Der Forschungssatellit Eureca wird für den Transport zur Empa in Dübendorf vorbereitet Der Forschungssatellit Eureca während seinem ersten und letzten Einsatz im Weltall Forschungssatellit Eureca Der Forschungssatellit Eureca während seinem ersten und letzten Einsatz im Weltall Forschungssatellit Eureca

Das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern schickt ein besonderes Ausstellungsobjekt auf seine letzte Reise. Es lässt den Forschungs-Satelliten "Eureca" erstmals wissenschaftlich untersuchen. Danach soll der Satellit einen prominenten Platz in der auf Ende Jahr geplanten neuen Raumfahrt-Ausstellung erhalten.

Der weitgereiste Forschungssatellit "Eureca" wurde aus der Raumfahrtausstellung im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern genommen und auf einen Sattelschlepper verladen. Der europäische Satellit, der in den 1990er Jahren knapp ein Jahr lang mit 28'000 Stundenkilometer um die Erde kreiste und seit dem Jahr 2000 im Verkehrshaus an der Decke hing, soll nun bei der Eidgenössischen Materialprüfungsanstalt EMPA in Dübendorf mit Röntgenstrahlen durchleuchten werden.

Logistische Herausforderung

Nur an der Empa sei es möglich, den mannshohen, drei Tonnen schweren, vier Meter breiten und drei Meter langen Satelliten als Ganzes zu durchleuchten und sein Inneres zu erforschen, schreibt das Verkehrshaus in einer Medienmitteilung. "Es handelt sich um unser bisher grösstes Untersuchungsobjekt", so Antonia Neels von der EMPA. Es sei schon eine einmalige Gelegenheit, einen Satelliten, der bereits im Weltall war, zu röntgen, so Neels weiter. 

Untersucht werden die Materialveränderungen, die durch den einjährigen Aufenthalt im All hervorgerufen worden sind. Die Materialien, aus denen Eureca besteht, waren im Weltraum extremen Bedingungen wie starken Temperaturschwankungen, kosmischer Strahlung, Kleinstpartikeln und Mikrogravität ausgesetzt. Mit den Untersuchungen wolle man einen Beitrag zur Materialforschung für die Raumfahrt leisten, sagte Antonia Neels von der EMPA. Die Untersuchungen dauern rund 2 Wochen.

Weltall für Hobby-Astronauten

Nach der Untersuchung kommt der Forschungs-Satellit EURECA wieder nach Luzern. Das Exponat soll einen prominenten Platz in der neuen Raumfahrt-Ausstellung erhalten. Derzeit laufen dazu die Vorbereitungsarbeiten. Hauptattraktion der neuen Ausstellung sollen Trainingsgeräte für Astronauten werden. Wie in einer Raumstation sollen die Besucher ein Gefühl der Schwerelosigkeit erleben. Die neue Raumfahrt-Ausstellung im Verkehrshaus der Schweiz soll am 24. November eröffnet werden.

Audiofiles

  1. Fühle dich wie ein Astronaut - Im Verkehrshaus Luzern. Audio: Maik Wisler