Kriens wohl auch 2016 im Minus

Hohe Investitionen belasten das Budget

Die Gemeinde Kriens rechnet auch 2016 mit einem Minus

Die Gemeinde Kriens hat ihr Budget 2016 präsentiert. Wegen neuen Ausgaben und hoher Investitionen bleibt die Finanzlage der Gemeinde angespannt. Das Budget sieht bei einem Aufwand von 171 Millionen Franken ein Minus von 2,4 Millionen vor. Die geplanten Investitionen belaufen sich auf 34 Mio. Franken.  Rund ein Drittel davon entfällt auf das Bauprojekt "Erneuerung des Krienser Zentrums" wie auch auf die Sanierung und Erweiterung von Schulanlagen.

Besonders die Kosten bei der Pflegefinanzierung, der integrativen Förderung sowie die schul- und familienergänzenden Tageststrukturen belasten das Budget. Auch die Tatsache, dass der Bevölkerungswachstum besonders im Raum Luzern-Süd stetig zunimmt, schlägt sich in den Zahlen nieder. Bereits für das laufende Jahr hat die Gemeinde ein Minus von 3,2 Mio. Franken veranschlagt. Das Eigenkapital sei laut Gemeinderat bis Ende 2015 aufgebraucht.

Der Gemeinderat ist aber zuversichtlich, dass ab 2018 wieder Schwarze Zahlen geschrieben werden können. Anlass für diesen erwarteten Turnaround sieht der Gemeindrat besonders in den steigenden Bautätigkeiten im Gebiet Luzern-Süd und den damit verbundenen zusätzlichen Steuereinnahmen. Eine gute Nachricht gibt es für die Krienser Bevölkerung aber doch noch: trotz nicht gerade rosigen Aussichten ist aktuell nicht geplant, den Steuerfuss von 2.00 Einheiten anzupassen.

Der Krienser Einwohnerrat entscheidet im November über das Budget und den Finanzplan 2015-2019.