Kapuzinerkloster Stans soll Schule für Kulinarik werden

Nidwaldner Regierung genehmigt Baurechtsvertrag

Das Kapuzinerkloster in Stans soll künftig zum Kompetenzzentrum für regionale Kulinarik werden. Die Nidwaldner Regierung hat einen entsprechenden Baurechtsvertrag über 60 Jahre genehmigt. Hans Wicki, der Baudirektor des Kantons Nidwalden, ist überzeugt vom Projekt  'Das kulinarische Erbe der Alpen':  „Das ist nicht eine hypothetische Sache wie beim Vorgänger Mondobiotech, sondern etwas aus der Region.“

„Es ist eine Chance für die Nidwaldner Landwirtschaft, den Tourismus und die Gastronomie“

Die Nidwaldner Regierung startet damit einen zweiten Versuch zur langfristigen Umnutzung des einstigen Kapuzinerklosters Stans. Sie unterbreitet dem Nidwaldner Kantonsparlament einen Baurechtsvertrag bis 2075 mit einer Zürcher Firma, deren Muttergesellschaft ein Zentrum für Kulinarik plant. Das Baurecht beginnt ab dem 1. Januar 2016 oder sobald das Kantonsparlament den Vertrag genehmigt hat. Bis Ende 2020 sind jährliche Zinseinnahmen für den Kanton von 50'000 Franken festgesetzt. Danach wird der Zinssatz neu verhandelt.

Kompetenzzentrum für regionale Kulinarik

Das Projekt sieht einen Nutzungsmix mit dem Fokus auf Ausbildung und Produktion vor. Neben Kursen rund um Lebensmittel ist auch eine Zusammenarbeit beispielsweise mit Pro Specie Rara oder Slow-Food Schweiz angedacht. Weiter sind kulturelle Veranstaltungen, ein kleiner Gastronomiebetrieb und eine Klosterherberge für Pilger und Kursteilnehmer geplant.

Sieben Millionen Franken sollen investiert werden

Investor des neuen kulinarischen Kompetenzzentrums ist das St. Galler Immobilienunternehmen Senn Ressources AG. Dieses will rund 7 Millionen Franken in den Innenausbau des Klosters investieren.

Das Nidwaldner Parlament entscheidet über das Projekt „Das kulinarische Erbe der Alpen“ voraussichtlich Ende November.

Audiofiles

  1. Kapuzinerkloster soll Kompetenzzentrum für lokale Kulinarik werden. Audio: Lukas Keusch