Der Brief aus Luzern soll nicht überbewertet werden

Für Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga ist es undenkbar, Menschen aus Eritrea zurückzuschicken

Simonetta Sommaruga reagiert gelassen auf den Luzerner Brief

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hat anlässlich ihres tradtionellen Sommer-Spaziergangs mit Journalisten die Asylpraxis gegenüber den Flüchtlingen aus Eritrea verteidigt.  Es sei undenkbar, dass die Schweiz Menschen in einen Willkür-Staat zurückschicke. Dies tue im übrigen auch kein einziger Staat in Europa.  Es gebe zwar viele unterschiedliche Berichte über das Land. Aber alle stimmten darin überein, dass Eritrea eine Diktatur und ein Unrechtsstaat sei, in dem nicht einmal das Rote Kreuz Zugang zu den Gefängnissen habe.

Luzerner Brief als Wahlkampf-Intermezzo

Bezüglich des Briefes aus dem Kanton Luzern, der den Bund auffordert, die Menschen aus Eritrea nicht mehr als Flüchtlinge zu anerkennen, gibt sich Simonetta Sommaruga gelassen. Von einem einzelnen Brief dürfe man sich nicht beirren lassen. Die Asylproblematik sei ein beliebtes Wahlkampfthema, sagte die Bundespräsidentin.

Audiofiles

  1. Bundespräsidentin Sommaruga reagiert auf den Luzerner "Eritrea-Brief". Audio: Franziska Boser