Plastik soll weiterhin im Abfall landen

Kunststoffabfall in der Zentralschweiz soll nicht separat gesammelt werden

Rainer Kistler, Amt für Umweltschutz, und Martin Zumstein, VR Renergia AG (v.l.n.r)

Eine neue Studie im Auftrag der Zentralschweizer Umweltdirektorenkonferenz zeigt, dass die separate Entsorgung von Kunststoffen umwelttechnisch etwa gleich gut abschneidet, wie wenn man Kunststoffe im normalen Abfall entsorgt. Der Grund: Die Kehrichtverbrennungsanlage Renergia in Perlen kann durch das Verbrennen der Abfälle Strom erzeugen.

Trennen ist zu teuer

Generell zeigt die Studie, dass  der Umweltnutzen zunimmt, je höher die Menge von separat gesammeltem Kunststoff ist. Das separate Einsammeln von Kunststoff sei aber sehr teuer, sagt Phillip Küttel, Projektleiter der Studie. So bräuchte es Kehrichts-Fahrzeuge, die den Kunststoffabfall bei der Bevölkerung abholen würde. Weiter müssten die Abfallgebühren erhöht werden, da weniger Abfallsäcke verkauft werden würden, erklärt Philipp Küttel.

Trotzdem soll das Recycling von Plastik gefördert werden. Zurzeit wird geprüft, ob bei Ökihöfen Sammelstellen für Kunststoffflaschen geschaffen werden sollen. 

Audiofiles

  1. Kunststoff wird in Luzern weiterhin im Abfall entsorgt.. Audio: Caspar van de Ven