Patientendaten werden künftig elektronisch verwaltet

Das Parlament hat sich für das neue System ausgesprochen

Patientendaten sollen in Zukunft elektronisch verwaltet werden. Nach dem Ständerat hat sich auch der Nationalrat für das elektronische Patientendossier ausgesprochen. Damit soll die Krankengeschichte übersichtlicher werden.

Doppelbehandlungen vermeiden

Insbesondere für Menschen mit chronischen Krankheiten werde durch das elektronische Dossier vieles einfacher, finden die Politiker. Auch wenn jemand notfallmässig ins Spital müsse, bringe eine solche elektronische Krankengeschichte viel, sagt BDP-Nationalrat Lorenz Hess: „Schlussendlich können Doppelbehandlungen verhindert werden.“

Die Patienten behalten die Kontrolle

Jeder behandelnde Arzt soll Zugriff auf das Dossier haben. Die Entscheide können aber immer die Patienten treffen, sagt CVP-Nationalrätin Ruth Humbel: „Die Patienten sagen, wer das Dossier einsehen darf. Sie können auch selber Daten löschen und Einträge machen.“ Klar sei auch, dass die Krankenkassen nicht auf die Daten zugreifen können.

Für Spitäler soll das elektronische Patientendossier obligatorisch werden. Hausärzte müssen erst nach einer Übergangsfrist von zehn Jahren die Daten elektronisch verwalten.

Audiofiles

  1. Ärzte sollen Schritt ins Elektronikzeitalter machen. Audio: Rolf Blaser