Ständerat will nichts gegen hohe Roaming-Gebühren unternehmen

Er lehnt deshalb zwei Vorstösse aus dem Nationalrat ab

Roaming-Gebühren im Ausland: Ständerat will nichts unternehmen.

Der Ständerat will nichts gegen hohe Roaming-Gebühren unternehmen. Der Ständerat hat zwei Vorstösse aus dem Nationalrat abgelehnt, die Druck auf die Telekom-Anbieter machen wollten. Die hohen Gebühren beim Telefonieren und Surfen mit dem Handy im Ausland seien heute kein so grosses Problem mehr. Die Tarife seien günstiger geworden und es gebe mehr Alternativen, war die Meinung der Mehrheit. Der Luzerner CVP-Ständerat Konrad Gaber erinnerte daran, dass die Tarife in den vergangenen Jahren bereits stark gesenkt worden seien. Zudem gebe es spezielle Angebote mit Roaming, es gebe die Möglichkeit, sich in ein lokales Netz einzuwählen, Gratis-WLAN oder Skype. "Wer Roaming als Problem betrachtet, ist vermutlich drei Jahre hintendrein", sagte Graber.

Lange war zwar die Mehrheit beider Räte der Auffassung gewesen, dass Verbindungen im Ausland mit einem Schweizer Handy-Abo zu teuer sind. National- und Ständerat entschieden 2013 trotzdem, die Vorstösse vorerst nicht weiter zu behandeln. Mit dem Verzicht auf eine Regulierung wollten sie der Branche die Gelegenheit geben, das Problem selber zu lösen.