Wende im Urner Justizfall?

Der verurteilte Auftragsschütze sagt, die Ehefrau selber habe den Auftrag zum Mordanschlag gegeben

Der Fall eines versuchten Mordes im Kanton Uri wird immer undurchsichtiger. Der Barbetreiber Ignanz Walker ist im Gefängnis, weil er vor vier Jahren den Auftrag gegeben haben soll, seine damalige Frau zu ermorden. Bei den Ermittlungen sei von Seiten der Behörden nicht alles rund gelaufen. Jetzt sagte der bereits verurteilte Auftragsmörder gegenüber der Rundschau des Schweizer Fernsehens, dass nicht der Barbetreiber den Auftrag gegeben hat. Es sei seine Frau selbst gewesen. Walker sei unschuldig. Er habe nichts mit dem Anschlag zu tun. Walkers Ehefrau und deren Freund hätten den Mordversuch vortäuschen wollen, um ihren Mann ins Gefängnis zu bringen. Die Anwältin der Frau hält an ihrer Darstellung fest.

Das Bundesgericht hatte das Urteil gegen Ignaz Walker erst kurz vor Weihnachten aufgehoben und zur Neubeurteilung ans Urner Obergericht zurückgewiesen. Dies, weil die DNA-Spur auf einer Patronenhülse nicht hätte verwendet werden dürfen. Die Ehefrau von Ignaz Walker war vor vier Jahren durch Schüsse verletzt worden.