10 Jahre nach dem grossen Tsunami

230'000 Menschen kamen damals ums Leben

Verwüsteter Küstenabschnitt in Sri Lanka. Der Tsunami bei den Malediven.

Am 26. Dezember jährt sich die verheerende Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean zum zehnten Mal. Vor 10 Jahren hatte ein Erdbeben der Stärke 9.3 den verheerenden Tsunami im Indischen Ozean ausgelöst, der zum Tod von über 225'000 Menschen führte. In 13 Ländern kam es zu grossen Zerstörungen und Millionen Menschen wurden durch die Wassermassen zu Obdachlosen. Am stärksten betroffen war die Insel Sumatra. Dort starben rund 170'000 Menschen. Die Schweiz unterstützte die betroffenen Regionen in der Nothilfe und beim Wiederaufbau. Die letzten Projekte wurden Ende 2007 abgeschlossen

Schweiz gedenkt den Opfern der Tsunami-Katastrophe

Die Schweiz gedenkt den Opfern mit der Teilnahme an verschiedenen Anlässen in Thailand, Sri Lanka, Indonesien und Indien. So nimmt beispielsweise die Schweizer Botschafterin in Thailand an einer von der Deutschen Notfallseelsorge organisierten Gedenkfeier in Thailand teil. In Thailand waren 110 Schweizer Staatsangehörige in den Fluten ums Leben gekommen.

Verheerendste Naturkatastrophe der Neuzeit

Sogar Geologen sprechen von einem Monster-Beben im Zusammenhang mit dem Tsunami von 2004. Das Unterwasser-Beben dauerte viel länger als üblich. Die Wellenberge rasten so schnell wie ein Düsenjet auf die Küsten zu. Damit heute auf eine solche Katastrophe angemessen reagiert werden kann, wurde zwischen Indonesien und Thailand ein Tsunami-Frühwarnsystem eingerichtet. Dabei werden Erdbeben, Meeresspiegelveränderungen und Wellen in Echtzeit gemessen und automatisch an eine Alarmzentrale geschickt. Von dort aus werden schliesslich die lokalen Behörden benachrichtigt. Ortschaften in Küstennähe haben Sirenen installiert, die die Touristen und Einwohner frühzeitig warnen sollen.

Audiofiles

  1. Zu Besuch in Banda Aceh. Audio: Matthias Bärlocher
  2. Wir besuchen eine Überlebende in Aceh. Audio: Matthias Bärlocher
  3. Schweizer Spendengelder für eine Schule. Audio: Matthias Bärlocher
  4. Ein ganzes Dorf musste umgesiedelt werden. Audio: Matthias Bärlocher
  5. Die Caritas half beim Aufbau eines Spitals. Audio: Matthias Bärlocher
  6. Ein Wasserwerk für die Region. Audio: Matthias Bärlocher