Schwule hängen Fahne über Suworow-Denkmal

Russische Botschaft verlangte die sofortige Beseitigung

Die Flagge wird aufgehängt: Ein Zeichen gegen die Homophobie in Russland. Die Regenbogenfahne am Suworow-Denkmal in Andermatt: Die russische Botschaft intervenierte.

Eine Gruppe homosexueller Bergsteiger hat in der vergangenen Nacht das Suworow-Denkmal in Andermatt mit einer Regenbogenfahne abgedeckt. Die Demonstranten mussten die Flagge am Freitagmittag auf Anordnung der Polizei wieder entfernen. Russland hatte interveniert. Die Russische Botschaft in Bern hatte die Beseitigung der Regenbogenfahne am Morgen verlangt, wie ein Sprecher der Botschaft auf Anfrage der Nachrichten-Agentur SDA sagte. Die Demonstranten wollten die Fahne erst am Abend wieder entfernen.

"Das Suworow-Denkmal sei ein Symbol für die homophobe Politik Russlands."

Bei der Aktion sind laut der Urner Polizei keine Schäden am Denkmal entstanden. Russland will nach Behördenangaben auf eine Klage verzichten. Hinter der Aktion standen die Gruppe "Outdoor Sports of Gays", die Schwulen- und Lesbenorganisationen Pink Cross und LOS. Die Demonstration am Gotthard fiel zusammen mit dem Beginn des zweitägigen Schwulen- und Lesbenfestivals Zurich Pride.

Die Demonstranten wollten in Erinnerung rufen, dass nicht nur in Russland sondern überall auf der Welt Menschen von Homophobie betroffen seien, wie Pink Cross in einer Mitteilung schreibt. Das Suworow-Denkmal sei ein Symbol für die homophobe Politik Russlands.