Vorläufiges Ende der Hypothekar-Tiefstzinsen

Zinsen für Hypotheken sind im vergangenen Jahr deutlich gestiegen

Wer ein Haus bauen oder sich Wohneigentum leisten will, kann nicht mehr von historischen Tiefstzinsen im Hypothekarmarkt profitieren. Verglichen mit dem Vorjahr stiegen die Festhypotheken im Jahr 2013 deutlich an, wie der Hypotheken-Barometer des Internetvergleichsdienstes Comparis zeigt.

So ist z.B. der Durchschnittszins bei den Festhypotheken mit zehnjähriger Laufzeit auf 2,7 Prozent gestiegen, ein Anstieg um 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Für den Zinsanstieg gäbe es drei Gründe, sagte Stefan Rüesch, Bankexperte von Comparis gegenüber Radio Pilatus. Erstens habe der Druck der Schweizer Nationalbank auf die Banken gewirkt, aufgrund einer möglichen Immobilienblase bei der Vergabe von Hypotheken vorsichtiger zu sein und mehr Eigenkapital anzuäufnen. Zweitens habe sich auch die Ankündigung der USA, die Geldschwemme zu beenden, auf die Hypothekarzinsen ausgewirkt. Drittens hätten die Banken ihre Margen bei den Hypotheken erhöht.

Aufgrund der steigenden Zinsen sind die langfristigen Hypotheken mit Laufzeiten von 10 Jahren weniger nachgefragt. Beliebter sind hingegen Festhypotheken mit Laufzeiten bis zu 6 Jahren mit Richtzinsen unter zwei Prozent.

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  1. Hypothekarzinsen steigen wieder. Audio: Roman Gibel