Nicht nur Lehrer auf schwarze Liste setzen

Alle Schulangestellte sollen nach sex. Übergriffen auf Liste

Die kantonalen Erziehungsdirektoren schlagen Alarm. Die Zahl jener Lehrer, welche auf einer schwarzen Liste stehen, ist in den vergangenen drei Jahren um mindestens 45 Prozent gestiegen. Das zeigen Recherchen der „SonntagsZeitung“. Demnach stehen derzeit bis zu 135 Lehrpersonen auf dieser Liste, welche wegen sexuellen Übergriffen nicht mehr unterrichten dürfen.

Der Präsident der kantonalen Erziehungsdirektorenkonferenz - Christian Amsler - fordert, dass künftig nicht nur Lehrer, welche sexuelle Übergriffe gemacht haben, auf die schwarze Liste kommen. Es sollen sämtliche Angestellte einer Schule, welche solche Überfälle gemacht haben, auf die Liste kommen. Also auch Logopäden oder Abwärte. Der aktuelle Fall eines pädophilen Berner Sozialpädagogen, welcher 20 Kinder und Jugendliche missbraucht haben soll, zeige, dass nicht nur Lehrpersonen Kindern zu nahe kommen können. Wäre der Mann auf der Liste gewesen, wäre der Fall früher aufgeflogen, so Amsler.