Körpereigene Immunabwehr ist weniger schädlich als erwartet

Immunzellen machen einen Schlaganfall nicht schlimmer

Körpereigene Immunabwehr ist weniger schädlich als erwartet. Ein Forscherteam mit Berner Beteiligung hat entdeckt, dass nach einem Schlaganfall die Immunzellen nicht für das Absterben von Nervenzellen im Gehirn verantwortlich sind. Diese Erkenntnisse eröffneten völlig neue Ansätze für die Behandlung von Schlaganfällen, teilt die Universität Bern mit. Man habe gemerkt, dass Nervenzellen, die bei einem Schlaganfall absterben in den Blutgefässen stecken bleiben und nicht in das Gehirngewebe abwandern. Im Gegensatz zur gängigen Lehrmeinung gelangen diese gefährlichen Zellen des Immunsystems damit gar nicht in die Nähe der Nervenzellen.

Wie weit die bei einem Schlaganfall steckenbleibenden abgestorbenen Zellen zu einer Störung führen können, müsse noch herausgefunden werden.