Keine Luxusvillen in Andermatt wegen Zweitwohnungsinitiative?

<p>So könnte eine Luxusvilla in Andermatt innen aussehen.</p>

Die Zweitwohnungs-Initiative könnte nun doch zum Problem werden für das Tourismusresort in Andermatt. Das berichtet die Sendung „Rundschau“ des Schweizer Fernsehens. Ein unabhängiger Raumplanungsexperte sagte in der Sendung, es sei schwierig, nach Annahme der Zweitwohnungsinitiative noch eine Baubewilligung für die geplanten Luxusvillen im Resort zu erhalten. Bislang befindet sich erst eine Luxusvilla im Bau, geplant sind noch 23 weitere. Das Tourismusresort könne nicht als Ganzes betrachtet werden, sondern jede Etappe sei einzeln zu bewilligen, so der Experte. Zudem seien die geplanten Villen zu wenig detailliert geplant. Der Initiant der Zweitwohnungsinitiative, Franz Weber, sagte gegenüber der Rundschau, er wolle den Fall Andermatt, wenn nötig, bis vor Bundesgericht ziehen. Die Urner Regierungsrätin Heidi Z'Graggen geht davon aus, dass das Resort wie geplant gebaut wird.

Beim Bundesamt für Raumentwicklung ARE hiess es auf Anfrage von Radio Pilatus, dass sich der Bund frühestens im neuen Jahr mit dem Fall Andermatt beschäftige. Man habe derzeit zu wenig Detailkenntnisse, um den Fall zu beurteilen.